Füssener Heimatzeitung Nr. 198

177 Füssener Heimatzeitung Nr. 198 vom Januar 2021 / I Auflösung Serie: Heimaträtsel Auflösung des Heimaträtsels aus der Dezember-Ausgabe der Füssener Hei- matzeitung, Nr. 197, Werbung früher - dezent und künstlerisch Bilder: Füssener Heimatzeitung hauses. "Flößerei in Füssen bis 1870" ist dort vermerkt und erin- nert daran, dass die letzten Flöße Machen Sie sich auf die Suche nach dem gestandenen Flößer, er ist nicht zu übersehen! ■ in Füssen vor rund einhundert- fünfzig Jahren am Lech zuWasser gelassen wurden. Hintere Gasse 17 Die "Salzniederlage der kgl. bayerischen Salinen" befand sich im Anwesen Hintere Gasse 17. Heute kündet nur noch das kleine, aber kunstvoll gestaltete Schild von der einstigen Salzhandlung und der Blütezeit des gesamten Salzhandels. Dieser war ja nicht frei, sondern wurde von den jeweiligen Machthabern im Staat beherrscht und stellte über Jahrhunderte eine lukrative Einnahmequelle dar. Das Maurus-Haus Die örtliche Niederlassung der Königlich Bayerischen Salinen wurde von Magnus Maurus imHaus Hintere Gasse 17 betrieben. Noch heute kündet nicht nur das Salinenschild von dieser Vergangenheit des Gebäudes, sondern auch der Name des Inhabers der Salzhandlung und Hauseigentümers, abgekürzt "Mang Maurus", steht noch immer über der schö- nen, altehrwürdigen Eingangspforte. Sogar die Tür- glocke, mit der sich die Kundschaft ankündigte, ist noch immer an der Fassade erhalten, auch wenn man heute kein Salz mehr bei Mang Maurus kaufen kann. Gerade solche kleinen Details, die aus der Vergangenheit eines Hauses erzählen, bringen uns aber dessen Geschichte an- schaulich nä- her und heben es aus der Ano- nymität he- raus. Wer könn- te sich heute in Füssen noch an die Geschichte des Salzhan- dels erinnern, wenn nicht die- ses kleine Schild davon Zeugnis able- gen würde!

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