Füssener Heimatzeitung Nr. 198

176 Füssener Heimatzeitung Nr. 198 vom Januar 2021 / I Ein gestandener Flößer In loser Folge will die Heimatzeitung versteckte und vielleicht auf den ersten Blick unscheinbare Kleinode, vor allem aus der Füssener Altstadt, vorstellen. Oftmals geht man seit Jahren oder sogar Jahrzehnten an solchen Schätzen vorbei, ohne dass man sie bewusst wahrnimmt. Begeben Sie sich mit der Hei- matzeitung auf eine Schatzsuche in verborgene Winkel unserer schönen Stadt und entdecken Sie kleine und große, versteckte und rätselhafte, in jedem Fall aber lohnende Schätze mit einer spannenden Geschichte, ... Ein Bericht von Magdalena Kienzle Serie: Heimaträtsel - Versteckte Füssener Kleinode  Ein Flößer bei seinem gefährlichen Handwerk Bild: Füssener Heimatzeitung Flößerei auf dem Lech in Füssen Über mehrere Jahrhunderte hin- weg florierte das Flößerhandwerk in Füssen und stellte einen we- sentlichen Erwerbszweig dar. Ob- schon es ein vergleichsweise ge- fährliches Handwerk war - viele der Flößer konnten nicht einmal schwimmen - stellte es für viele Familien in Füssen ein solides wirtschaftliches Standbein dar. Die Flößer waren dabei oft wo- chenlang von ihren Familien ge- trennt, aber für einen guten Lohn nahm man das notgedrungen in Kauf - schließlich waren die Er- werbsmöglichkeiten in der Stadt begrenzt. Auf dem Floß bei der Arbeit Eine schöne Erinnerung an die Blütezeit dieses Handwerks in Füssen finden wir in Gestalt eines Wandgemäldes in der Füssener Altstadt: Ein überlebensgroßer Flößer bei der Arbeit, mit seinen langen Flößerstiefeln und der großen Floßstange in der Hand, ziert die Nordseite eines Altstadt-

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