Füssener Heimatzeitung Nr. 185

77 Füssener Heimatzeitung Nr. 185 vom Januar 2020 / III 100 Kilometer - in 24 Stunden - auch durch die Nacht - nur zu Fuß. Kann man sich das vorstellen? - Kaum. Und dennoch haben uns über hundert Menschen bewiesen, dass es möglich ist. Und das auch noch für einen guten Zweck. Der Löwenmarsch, ein von Prinz Ludwig von Bayern initiierter Mammutmarsch, führte von Kaltenberg bis nach Hohenschwangau, um Spenden für Jugendliche in Kenia einzubringen. Des Prinzen zweite Heimat Kenia, man könnte meinen, Prinz Ludwig von Bayern hätte dort seine zweite Heimat gefunden. Zwei Drittel des Jahres hält er sich dort auf, um sein Projekt „Learning Lions” fortlaufend auf- zubauen. Was das ist? Bei „Lear- ning Lions” erhalten Jugendliche in Kenia eine kostenlose IT- Grundausbildung, anhand derer sie sich selbstständig machen können und vor allen Dingen selbstständig Geld verdienen können. Einer der wichtigsten Punkte dabei ist, dass sie dafür nicht ihre Heimat verlassen müs- sen. Für eine bessere Zukunft in Afrika Der Löwenmarsch unterstützte das Projekt „Learning Lions” in- sofern, dass alle Teilnehmer Spenden einsammelten und dem Projekt zusteuerten. Die Erlöse sollen hauptsächlich dazu die- nen, einen neuen Campus am Turkanasee zu finanzieren. Dort können bis zu 500 Jugendliche in digitalen Disziplinen ausge- bildet werden. Das soll ihnen da- bei helfen, eine Zukunft aufzu- bauen, die nicht abhängig von der extremen Dürre und Abgele- genheit ihres Landes ist. Außer- dem hörte durch den Löwen- marsch ganz Bayern von den Ide- en des Prinzen, denn so ein Marsch findet nun einmal nicht alle Tage statt. Unter anderem überreichte der Staatsminister für Bundes- und Europaangele- genheiten, Florian Herrmann, als Überraschung zu Beginn des Mar- sches dem Projekt „Learning Li- ons” einen Scheck, der knapp eine halbe Million Euro umfasste. Fortsetzung auf Seite 78

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