Füssener Heimatzeitung Nr. 184

45 Füssener Heimatzeitung Nr. 184 vom Januar 2020 / II pelt” vor dem Heiligen Magnus, der seine eigene Flamme stolz in den Himmel reckte. Als Josef (Seppl) Helmer das erzählt, steht er an der Lech- halde und sieht sich noch vor seinem inneren Auge mit der Fackel dort hinaufziehen. Ein Lächeln erhellt seine Züge, ähnlich wie wohl damals das Licht der Fackel. Mit welcher Inbrunst sind sie marschiert, wie Helden kamen sie sich vor, Eroberer eines neuen Kontinents. Doch der Heilige Magnus wird sie gesehen haben und sein Segen war ihnen sicher gewiss. Das Feuer der Inbrunst in ihren Herzen war mehr wert, als alle Fackeln der Welt. Gedicht von Anni Geißenhof, das jedes Jahr ein anderer Junge aufsagen durfte. Anni Geißenhof war vermutlich eine Vorfahrin der Familie Bürgis. „Warum mir heit a Fuier hant Glei sollezt Städtlar hära! Mir möchtet bloass deam guta Ma St. Mang a bissla ehra. Schua viela hundet Joahr sinds her, Dass Goaschter sind rumgahra, Ganz wilde Krotta und o Bär’ Rum krobblat sind in Schara. Info-Kasten Thema : Magnus-Feuer Datum : 5. September Ort : Magnus-Marterl, Schwangauer-Straße  Hubert Schweiger erinnert sich heute noch mit Freude an den alten Brauch des „Manga-Fuirs”. Bild: Füssener Heimatzeitung St. Mang, er kummt vom Lech darauf, Will übers Wasser springa. Do schtod dös Ungeziefer auf Und will St. Mang verschlinga. Schnell zünd ar do a Fuir a, Nimmts Kreuz und packt sein Stecka. Im Nu brennts ganze Ziefer a Es faucht an allen Ecka. Und Fuir brennt, St. Mang der lacht, „Dia hau i schia dra kriegat.” Jetzt hot ar schnell da Sprung num gmacht, Lechgoaschte toad rum liegat. So wisset Leut, warum mir heit Tuant Fackla lustig brenna. St. Mang bleibt allweil unser Freund Lant Mangafuir brenna!” ■

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMw==