Füssener Heimatzeitung Nr. 269
91 Füssener Heimatzeitung Nr. 269 vom November 2025 kann man wahre Heilung und Trost finden. Es ist wichtig für uns Menschen, dass wir an etwas glauben und darauf vertrauen können. Denn darauf kann unsere Seele immer zurückgreifen. Sei es, dass wir an einen Gott oder eine Göttin glauben oder an einen bestimmten Menschen. Wer ver- trauen kann, der kann auch dem Weg des Lebens vertrauen. Selbst trösten Und wichtig ist natürlich, dieses gleiche Gefühl anderenMenschen zu geben. Nicht nur in der Theorie mit Worten, sondern auch durch Taten. Zu jemandem hingehen, sich für ihn interessieren, ihn fra- gen, wie es ihm denn gerade geht, ihn streicheln, sich selbst zu vergessen und hinzuspüren zu demMenschen, versuchen zu erspüren, was dieser Mensch viel- leicht gerade braucht, und ihm man ihm alles zumuten kann und jeder jeden trösten kann? Wäre das nicht ein erstrebenswerter Weg, anstatt des Rückzugs aus diesem Vertrauen? ■ das Gefühl geben, dass man für ihn da ist. Wie sollen wir Men- schen uns gegenseitig trösten, wenn jeder nur an sich denkt? Das funktioniert auf Dauer nicht, auch wenn das der Weg ist, den die meisten Menschen gerade einschlagen. Wir brauchen viele Beziehungen Wir bauen keine tiefen Beziehun- gen auf, wollen uns nicht verbin- den, wollen uns nicht intimzeigen und wollen nicht vertrauen. Wir haben immer mehr Angst vor Nähe zu Menschen und irgend- wann gehen wir zum Psychiater, vor lauter Einsamkeit. Aber was wäre, wenn wir selbst unsere Wurzeln aufbauen würden, wenn unsere Beziehungen und Freunde unsere Psychiater sind?Was wäre, wenn wir selbst zum Psychiater werden, weil jeder so viel Ver- trauen zum anderen hat, dass Datum des Vortrags : 03.09.2025 Ort : Uferstraße 1, Hopfen am See, Alpreflect Referent : Pater Michael Hubatsch Eintritt : frei Dinge, die der Seele guttun : - In die Natur gehen - Tagebuch schreiben - Musik hören oder spielen - Wasser - Bewegung - Viel Körperkontakt - vertraute Beziehungen Info-Kasten Viele Menschen haben eine tiefe Bindung zu ihrem Haustier und finden dort viel Trost. Bild: Pixabay
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