Füssener Heimatzeitung Nr. 268

57 Füssener Heimatzeitung Nr. 268 vom Oktober 2025 dass unser Leben gut ist, dass es sinnvoll, lebenswert und wert- voll ist. Flow Im amerikanischen Jargon wurde der Begriff „Flow” von dem un- garischen Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi eingeführt, um dem Glücksgeschehen auf die Spur zu kommen. Flow heißt „flie- ßen” und soll im Zusammenhang mit Glück Selbstvergessenheit bedeuten. Das Leben fließt. Das Glücklichsein liegt in der Selbst- vergessenheit. Mihály Csíkszent- mihályi sagt: „Nur der ist glück- lich, der sich selbst vergessen kann.” Dabei handelt es sich um einen Bewusstseinszustand, wo man von sich abrückt und einfach ganz im Moment ist. Pater Mi- chael findet verschiedene Bei- spiele wie Sportler beim Joggen oder Kinder im Allgemeinen. Für Kinder ist das auch ein ganz all- täglicher Zustand, wenn sie bei- spielsweise spielen und völlig vertieft sind. Auch im Kümmern oder Beschenken liegt die Qua- lität des Selbstvergessens. Die Menschen, die ganz für andere da sind, sind oftmals auch die glücklichsten Menschen, auch wenn ihnen selbst nicht viel bleibt. Jeder Mensch hat seine Wege. Für Pater Michael war es die Franziskanerkutte, aber er sagt selbst, es kann auch ganz anders aussehen. Manch einer musiziert, liest, malt oder betreibt intensiv ein anderweitiges Hobby, das ihn in den Bann zieht. Man geht einfach vollkommen auf, in dem, was man gerade tut. Das ist seine Antwort auf die Frage nach dem Glück. dass sie Nester bauen. Also im- mer wieder der Aufruf, positiv zu denken und sich auszurichten. Im gleichen Sinne ist eine alte Indianergeschichte übermittelt: Ein Großvater und sein Enkel un- terhalten sich. Der Großvater sagt, mein Junge, in deiner Seele woh- nen zwei Wölfe, der eine ist dun- kel, mit Hass erfüllt und voller Missgunst. Der andere hat Mit- gefühl, Güte und Liebe in sich. Der Enkel denkt nach und fragt, wie sich entscheidet, welcher Wolf gewinnt. „Es ist immer der, den du fütterst”, verrät ihm sein Großvater. So haben wir im Leben immer die Wahl, uns für das Gute zu entscheiden, das, was uns aufbaut, was wir lieben, was uns Kraft gibt. So endete der Vortrag von Pater Michael mit vielen wei- sen Ratschlägen und Anregungen, die sich gut in den Alltag einbin- den lassen. Es ist spürbar, wie sehr ihm das Wohl der Menschen am Herzen liegt und er seinen guten Geist in sie fließen lassen will. ■ Der Glücksquotient Es gibt den Glücksquotienten, der anzeigt, ob einMensch wieder aufblüht und guten Mutes ins Le- ben schreitet oder missmutig in sich versackt. Er steigert sich vor allem dann, wenn Glücksgefühle häufig spürbar sind. Dafür ist nicht die Intensität entscheidend, sondern die Häufigkeit. Die Faust- regel lautet: Auf jedes schlechte Gefühl sollten drei gute Gefühle folgen. Dann stimmt das Verhält- nis. Entgegen der allgemeinen Vermutung, dass Geld die Lösung für alle Probleme ist, kam bei der Glücksforschung heraus, dass Geld nicht glücklich macht. Es beruhigt zwar die Nerven, aber Geld kann nur auf kurze Sicht glücklich machen. Schwarze Vögel Wie kann ich glücklich werden und inwieweit habe ich selbst Einfluss auf mein Glück? Martin Luther King sagte, dass wir nicht verhindern können, dass schwar- ze Vögel in unseren Köpfen krei- sen, aber wir können verhindern, Fortsetzung von Seite 55 Was: Vortrag „Bin ich glücklich?” Ort: Das Alpreflect, Uferstraße 1, 87629 Füssen-Hopfen Zeit: Mittwoch, 09. Juli 2025, 16:00 Uhr Referent: Franziskanerpater Michael Hubatsch, Kurseelsorger Info-Kasten Bildquellen : 1 privat 2 Alexa auf Pixabay 3 Von SoloMal - Eigenes Werk auf Wikipedia 4 Von Silanion - User:Bibi Saint-Pol, own work, 2007-02-08, Gemeinfrei 5 Schenking van de heer F.G. Waller, Amsterdam, CC0, via Wikimedia Commons 6 Amber Clay auf Pixabay 7 William Sonmans / Michael Burghers - Gemeinfrei 8 Silvia auf Pixabay 9 Anja auf Pixabay 10 pexels auf Pixabay 11 pixel73 auf Pixabay 12 Sherilyn Hawley auf Pixabay

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMw==