Füssener Heimatzeitung Nr. 265

91 Füssener Heimatzeitung Nr. 265 vom Juli 2025  Die Basken sind die letzte Volksgruppe, die noch eine vasko- nische Sprache, das heutige Baskisch, spricht. Ein altes baskisches Schriftstück von 100 v.Chr. Bild: 2 Bedeutungen des Namens „Lech“ Keltische Variante : Die kel- tische Silbe „lik”, bedeutet „fließend” und übertragen auf Lech „der schnell flie- ßende” Altirische Variante : Altiri- sches Wort „Lea” bedeutet „Stein”, verbunden mit „Ach” (Fluss). Also LeaAch, bedeutet Lech „der stein- reiche Fluss” Vaskonische Theorie : aus dem Vaskonischen, mit dem Lehnwort „leg” mit der Bedeutung „Kies oder Geröll”. Lech bedeutet „der kiesige oder stein- reiche Fluss” Info-Kasten kernen zeigt. ImDeutschen nennt er zum z.B. die Worte „Birke”, „Eiche”, „Erle”, „Espe”, „Herbst”, „Schenkel” oder „Ungeziefer”. Außerdem stellt er die Theorie auf, dass Orts- und Flussnamen von den wechselnden Kulturen übernommen wurden. Daher nimmt Vennemann auch an, dass der Name „Lech” von all den Kul- turen einfach übernommen wur- de. Auch die Linguistin Appelt geht von der vaskonischen Theo- rie Vennemanns aus und stellt in ganz Europa ähnliche Hydro- nyme (Gewässernamen) wie Lech auf. Z.B. „Licia” in Frankreich oder „Leca” in Portugal und „Leca” in Spanien imBaskenland. Vergleicht man charakterlich die- se Flüsse oder Bäche mit dem Lech, so könnte man die Wort- wurzel „lik” mit „steinreich” oder „kiesig” deuten. Appelt zieht auch das vaskonischeWort „leg”, welches im Baskischen noch un- ter „legar” zu finden ist, zumVer- gleich heran, was so etwas wie Kies oder Geröll bedeutet. So sieht sie das Lehnwort „leg” in den altgermanischen Dialekten zu einem „lekia” werden, welches in die keltische, römische und germanische Sprache übernom- men wurde und zu einem heuti- gen Lech wurde. Stellt man sich dieser vaskonischen Theorie, so ist der Name „Lech” wesentlich älter als die Kelten und reicht bis in die Jungsteinzeit hinein. Ein beachtliches Alter. Feststellen kann man jedenfalls, dass der Lech schon immer steinreich, wild und kiesig war. ■ Bildnachweis: 1. anonym (https://commons.wikime - dia.org/wiki/File: Gundestrupkarret2. jpg), „Gundestrupkarret2“, https:// creativecommons.org/licenses/ by-sa/3.0/legalcode 2. Nafarroako Gobernua | Gobierno de Navarra (https://commons.wiki - media.org/wiki/File :Irulegiko_ eskua__Nafarroako_Gobernuaren_ irudi_galeria_28.jpg), „Irulegiko eskua - Nafarroako Gobernuaren irudi galeria 28“, https://creative- commons.org/licenses/by-sa/3.0/ legalcode

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