Füssener Heimatzeitung Nr. 265
59 Füssener Heimatzeitung Nr. 265 vom Juli 2025 Feuerwehreinsatz in der Brandegg Auch bei der Feuerwehr war Peter Pürner aktiv, er war Zeugwart und hat alle Leistungsabzeichen mit- gemacht. „Das war eine tolle Truppe“, schwärmt er heute noch. Er musste auf das Feuerwehrauto aufpassen, hat Probefahrten ge- macht, bei der Prüfung war er Maschinist. Eines Tages, es war schon Abend, hat es in der Brand- egg gebrannt. Von ihrem Hof aus konnten Peter und Maja die Flam- men sehen. Peter Pürner fuhr so- fort zum Einsatz. Es wurde ein Schlauch über eine lange Strecke von der Ach bis zur Brandstelle verlegt mit mehreren Pumpsta- tionen. Dabei hatte man verges- sen vor Peters Pumpe das Über- druckventil einzubauen. Unten an der Ach wurde nun mit Vollgas hochgepumpt, es war ein „Mords- druck“ auf dem Schlauch. Plötz- lich sah er, dass Wasser aus dem Schlauch herausspritzte. Er war gerade dabei eine Schlauchbinde zu holen, damit ja der Schlauch nicht platzte, da tat es einen „Mordsschlag“. Es hat den Schlauch zerrissen und noch dazu schlug der Schlauch mit voller Wucht an Peters Knie, dem die Füße vom Boden weggerissen wurden und der sofort am Boden lag. Man brachte ihn gleich zu dem Sanitätswagen, der am Brandort bereit stand, und dieser brachte ihn sofort ins Kranken- haus. Mitten in der Nacht wurde seine Frau aus dem Bett geklin- gelt. Feuerwehrmänner standen mit der kompletten Feuerwehr- montur von Peter in der Hand vor der Tür. Frau Pürner erinnert sich: „Ich bin zu Tode erschro- cken, als ich die Montur meines Name: Peter Pürner Geburt: 22. Mai 1948 auf dem Schorendorfer Hof in Hopferau Mutter: Kreszentia Pürner, geb. Ambros (geb. am 11. April 1912) Vater: Hans Pürner Großmutter mütterlicherseits: Josefa Ambros, geb.Ullinger Großvater mütterlicherseits: Emil Ambros (gest. 1935) weitere Kinder von Josefa und Emil Ambros: Josef Ambros, Alfons Ambros, Anton Ambros, Alois Ambros, Ludwig Ambros, Maria Ambros, Karolina Ambros, Rudolf Am- bros, Mathilde Ambros Einschulung: 1954 in Hopferau, danach Heimlehre als Landwirt, mit Abschluss weitere Schulzeit: 1976-1977 BAS (Berufsaufbauschule) in Kaufbeuren, mit Abschluss mittlere Reife Beruf: Landwirt, Käser in der Sennerei Lehern, hat mit Urlaubsgästen Führungen durch die Sennerei gemacht Ehefrau: 1. Ehe : Christine Pürner, nach drei Jahren geschieden 2. Ehe : Maria Pürner, geb. Schindele, aus Gfäll bei Obergünzburg Kinder: Manfred Pürner (geb. 1980), Marion Pürner (geb. 1983) Vereine: Alpenverein Pfronten, Feuerwehr Hopferau Info-Kasten Mannes gesehen habe, dennman denkt da gleich das Schlimms- te.“ Unfall beim Feuerwehreinsatz Bei Peter Pürner war das Innen- band des Knies gerissen, der Schlauch hatte so eine Wucht gehabt, dass er sogar eine Delle ins Feuerwehrauto geschlagen hat, die heute noch zu sehen ist. Nach einigen Wochen wurde der Gips am Bein entfernt, er sollte entlassen werden, und wurde so- zusagen „gipslos“ gefühlt eine Ewigkeit auf seinem Stuhl sitzen gelassen, so dass er dachte, er könne jetzt wohl gehen. Er war zwar noch wackelig auf den Bei- nen, aber er meinte, er müsse wohl noch ein bisschen üben. Am nächsten Tag ist ihm sein Fuß beim Einkaufen im V-Markt einfach weggeknickt. Wieder im Krankenhaus wurde er gefragt, wo denn seine Krücken seien. Man hatte ihmbei der Entlassung keine mitgegeben! Er ist ohne Krücken gelaufen. Nun war das Außenband gedehnt. Was für ein Pech! Er bekamnoch einmal einen Gips, danach musste er mit Krü- cken das Laufen wieder üben. Ein ganzes Jahr dauerte es, bis er wieder richtig gehen konnte. Aber Peter Pürner nimmt es mit Humor: „Es war ein Glück, dass mich damals der Dr. Glück so gut operiert hat.“ Über sein Leben sagt Peter Pürner selbst, dass es ein interessantes und abwechs- lungsreiches Leben war und dass er jetzt glücklich ist, mit seiner Frau in deren fast selbst gebauten, sehr schönen Austragshaus am Schorendorfer Hof zu leben. ■ Fortsetzung von Seite 56
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