Füssener Heimatzeitung Nr. 265

42 Füssener Heimatzeitung Nr. 265 vom Juli 2025 Fortsetzung von Seite 40  Ein Bild vom Gasthaus Hirsch in den 60er Jahren. Bild: privat dass ihre Schwägerin Kreszenzia Pürner und deren Sohn Peter, die jahrelang sämtliche Arbeiten auf dem Hof erledigt hatten, die eigentlichen Besitzer des Scho- rendorfer Hofes waren. Der el- terliche Hof wurde nach vielen schwierigen Gesprächen an Kres- zentia Pürner übergeben. Noch heute wohnt die Familie Pürner in diesem Hof. Michkuhhaltung aufgegeben Leider erkrankte Onkel Konrad, der sehr viel dazu beigetragen hatte, dass der Schorendorfer Hof den Pürners erhalten geblie- ben ist, an Zerebralsklerose, einer Durchblutungsstörung des Ge- hirns, die auf Arterienverkalkung beruht. Er konnte nicht mehr klar denken. Da ihm das Leben nicht mehr lebenswert erschien, hatte er sich eines nachts vom Balkon herunter gestürzt. Der Selbst- mordversuch missglückte aber, er war danach gelähmt und ver- starb nach einem knappen Jahr. Nun waren Peter Pürner und seine Mutter Kreszentia wieder alleine auf dem Hof und beschlossen daher im Jahr 1976, die Milch- kuhhaltung aufzugeben. Damals hatten sie bereits ein Einkommen über die Fremdenzimmervermie- tung. Nochmal die Schulbank gedrückt Da Peter schon immer ein sehr wissbegieriger Mensch war, mel- verunglückte Onkel Alois imWin- ter mit seinem Bulldog tödlich, bevor dieser 18. Geburtstag er- reicht war. Nun ging der Hof an Alois’ Frau über, die die beiden Pürners aufforderte, den Hof zu verlassen, weil sie ihn für ihre beiden Mädchen haben wollte. Kreszenzia Pürner, die ihr Leben lang den Hof, ihr Elternhaus, be- wirtschaftet hatte, war völlig ver- zweifelt, dass sie nun aus „ihrem“ Hof vertrieben werden sollte. Die Frau von Alois, Lina Ambros, woll- te aber, auch nach vielen Ge- sprächen, nicht auf den Hof ver- zichten. Gott sei Dank konnte Lina Ambros schlussendlich doch noch davon überzeugt werden,

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