Füssener Heimatzeitung Nr. 265
191 Füssener Heimatzeitung Nr. 265 vom Juli 2025 lungsreicher wird, als mit nur ei- nem Ton. Das stärkste Gefühl, das bei mir hängen geblieben ist, ist vor allem ein Gefühl von bei mir angekommen sein, mit mir selber im Reinen sein und das Gefühl, dass es so, wie es gerade ist, gut ist. Es gab keine Ängste mehr, keine Zweifel mehr, ich war einfach ganz an mir dran und wurde gleichzeitig von der Klangwiege und den Klängen ge- tragen. Das an sich war schon ein magisches Erlebnis, woran ich mich in stressigen Momenten immer noch gerne erinnere. Vor der Sitzung hatte ich gerade eine größere persönliche Krise, in der ich mir in meinem eigenen Wert nicht sicher war und nicht wusste, wie ich weitermachen soll, oder was ich will. Nach einem kurzen Gespräch im Vorhinein, mit der Freundin, die für mich spielt, ha- ben wir dann vereinbart, dass ich, während sie spielt, einfach mal versuchen soll, das zu spü- ren. Warum fühle ich mich gerade so? Welche Umstände in meinem Leben verursachen dieses Gefühl und wie kann ich damit umgehen? Nach der Sitzung habe ich ge- merkt, dass ich mich stark ent- spannt habe. Das lag zum einen an diesem Zustand von tiefer Entspannung und Akzeptanz und zum anderen an verschiedenen Bildern, die ich währenddessen hatte. Über diese Bilder habe ich danach mit verschiedenen Freun- den und Verwandten gesprochen. Und bei jedem gab es im Nach- hinein eine Bedeutung, die mir geholfen hat. Die Klangwiege ist auf jeden Fall ein magisches In- strument, das einem mit sich selbst und seinen Problemen hel- fen kann. Aber auch um sich im stressigen Alltag einfach mal ei- nen Moment der Ruhe zu schaf- fen, kann ich nur empfehlen, sich dafür die Zeit zu nehmen und sich einfach dem Klang und den Gefühlen hinzugeben. ■ Ähnlich wie bei der Meditation entspannt man sich beim Klang der Klangwiege und es empfiehlt sich auch, diese beiden Tätigkeiten zusammen durchzuführen. Bild: Pixabay Bildnachweise : 1 Bild:Unknown authorUnknown author, Guido d'Arezzo apprenant monocorde Theobald, CC BY-SA 3.0 2 Bild:Neitram, Klangwiege, CC BY-SA 3.0 Was : Die Klangwiege (Doppel-Monochord) Herkunft : Erste Anwendungen im antiken Griechenland Anwendung : Teilweise im Phsyikunterricht und in der Musiktherapie Info-Kasten
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