Füssener Heimatzeitung Nr. 265

190 Füssener Heimatzeitung Nr. 265 vom Juli 2025 Zeit spielt, hört und nimmt man viel mehr wahr. Durch das Strei- chen der Finger über die Saiten werden diese schnell hinterei- nander angespielt. Dadurch ent- steht dann ein Zupflaut. Da der Schallkörper bei der Klangwiege sehr groß ist, sind die Saiten auch entsprechend lang und vi- brieren deswegen sehr lange nach, wodurch ein Geräusch, das man am ehesten als Summen beschreiben würde, entsteht - oder wie wenn zwanzig Cellisten gleichzeitig ganz langsam den- selben Ton spielen. Das ist der Grundton, der der Klangwiege diese starke Wirkung des Getra- genwerdens gibt. Und wenn man sich nach zehn Minuten Zuören entspannt hat und den Kopf all- mählich abschaltet, dann kann man plötzlich ganz feine hohe Töne hören, als würde noch eine Panflöte einsteigen und sich zu dem Spiel hinzugesellen. Die Klangwiege schafft es, mit Ton und Klang die Fülle eines ganzen Orchesters zu spielen. Aber auch die Vibrationen, die während des Spielens in den Körper kommen, beruhigen und entspannen sehr stark. Persönliche Erfahrung Ich selbst hatte bisher eine Sit- zung bei einer Freundin, bei der sie mir auf der Klangwiege etwas vorgespielt hat und es war ein einzigartiges Erlebnis. Das In- strument, das sie hierbei ver- wendet ist eine sogenannte „Klangwiege“, wie das Doppel- Monochord umgangssprachlich genannt wird, bei dem die beiden Saitenpaare rechts und links am Instrument auf einen anderen Ton gestimmt sind. Hier wird oft ein Grundton und eine Quinte dazu gewählt und gespielt, wo- durch es ein bisschen abwechs-  Viele Menschen haben Angst, sich ihren Ängsten und Gefühlen zu stellen, die Klangwiege hilft dabei, indem sie einen entspannenden Rahmen schafft. Bild: Pixabay Fortsetzung von Seite 189

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