Füssener Heimatzeitung Nr. 264

 Gemälde von den Eltern von Mani aus dem 14. oder 15. Jahrhundert, auf einer chinesischen Seidenrolle.¹ Die Schildbögen Im Thronsaal nehmen drei Male- reien den größten Platz für sich in Anspruch. Das sind die Ge- mälde auf den elf Meter langen Schildbögen im Osten, Westen und Süden des Saals. „Das Antike Recht” ist auf dem östlichen Schildbogen im Thronsaal von Schloss Neuschwanstein zu se- hen. Es wurde, wie alle anderen Gemälde imThronsaal, vom deut- schen Historienmaler Wilhelm Hauschild gemalt. Auf dem ge- waltigen Werk sind fünf Men- schengruppen zu erkennen, in denen sich das Geschehen auf je eine Hauptperson konzentriert. Jede dieser Gruppen hat eine ei- gene Geschichte zu erzählen, doch spielen sie auch in der Ge- samtkomposition eine Rolle. Die Gruppe ganz links auf dem Ge- mälde ist dem Religionsstifter Mani gewidmet. Ein Gnostiker Mani ist am 14. April 216 nach Christus inMardīnū in der Gegend von Seleukia-Ktesiphon südöst- lich des heutigen Bagdad gebo- ren und in Gundischapur, im heu- Fortsetzung auf Seite 168

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