Füssener Heimatzeitung Nr. 264

124 Füssener Heimatzeitung Nr. 264 vom Juni 2025 / II Fortsetzung von Seite 122  Der Schluxen etwa im Jahr 1860, schon immer hatte er eine Anziehungskraft. Bild: Pinswang in alter Zeit/ Dokumentation der Veranstaltungswoche Hoher Besuch Der Hausname Schluxen leitet sich vom ersten Gastwirt mit Na- men „Schlux” ab. Über diesen ist leider nicht mehr bekannt. Im Jahre 1853 erhielt der von Alois Staiger errichtete Gutshof zum Schluxen die Lizenz zum Bier- und Branntweinausschank. Also ist schon seit 170 Jahren das Be- wirten von Menschen und der soziale Kontakt Teil des alten Hauses. Kronprinz Maximilian von Bayern gab im Jahr 1838 die malerische Fürstenstraße in Auf- trag, die direkt am Schluxen en- det. Mit dem Wirt Alois Staiger und dem Bau der Fürstenstraße erlebte dasWirtshaus in der zwei- ten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen raschen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Kronprinz und spätere König Maximilian II. be- saß in Pinswang auch eine eigene Jagd. Königin Marie kehrte mit ihren Söhnen, den späteren Kö- nigen Ludwig II. von Bayern und Otto I. von Bayern, regelmäßig im Schluxen ein. Die Königsfa- milie hatte ein gutes Verhältnis zu denWirtsleuten und bewohnte ein eigenes Zimmer im Gutshof. Für die monarchische Familie war imSchluxen stets ein Zimmer re- serviert. Während ihrer Aufent- halte nutzte die Königin die Zeit für zahlreiche Wanderungen auf die Berge der Umgebung. Zu ihren beliebtesten Wanderzielen zähl- ten unter anderem der Säuling, die Große Schlicke, der Thaneller und einige mehr. Durch die Ver- bindung der Königsschlösser mit demSchluxen durch die Fürsten- straße war es naheliegend, dass die adeligen Herrschaften das

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