Füssener Heimatzeitung Nr. 263
handensein von einheimischen Pflanzen. Falls Saatgut nötig ist, sollte es unbedingt aus der Re- gion stammen – sogenanntes autochthones Saatgut. Oft reicht es jedoch abzuwarten, welche natürlichen Samen noch im Bo- den vorhanden sind, bevor nach- gesät wird. Neben blütenreichen Flächen sind auch offene und besonnte Bo- denstellen von großer Bedeutung, da viele Wildbienenarten dort ihre Nester anlegen. Ebenso spielt besonntes Totholz – sowohl lie- gend als auch stehend – eine wichtige Rolle als Nistplatz. Im Gegensatz dazu sind viele han- delsüblicheWildbienenhotels nur für wenige Arten geeignet und bieten kaum einen echten Ersatz für natürliche Strukturen. Wer Wildbienen nachhaltig unterstüt- zenmöchte, sollte daher vor allem auf vielfältige, naturnahe Lebens- räume setzen – mit offenen Bo- denstellen, einheimischen Pflan- zen und natürlichen Nistmöglich- keiten. ■ q Geländeabbruchkanten mit Steilwänden im Lößboden stellen ideale Nistgelegenheiten für viele Wildbienen- und Wespenarten dar. Bild: Hans Schwenninger Was : Biodiversitätsprojekt Wildbienen Wer : Regierung von Schwaben Wann : In den Jahren 2023 und 2024 Warum : Grundlagen- forschung zum Erhalt von Lebensraum bedrohter Arten Info-Kasten
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