Füssener Heimatzeitung Nr. 262

99 Füssener Heimatzeitung Nr. 262 vom Mai 2025 Waldmeisterbüschel in die Wä- scheschränke oder Kommoden gelegt werden. Den Duftstoff Ku- marin meiden die Motten und schon früher setzten die Kelten die Verräucherungen der getrock- neten Waldmeisterbüschel ein, um sich vor bösen Geistern und Krankheiten zu schützen, und um negative Energien zu vertrei- ben. Diese Räucherung wurde oft den Göttern geweiht, um ihren Segen und Schutz zu erhalten. Heutzutage können wir ab und zu noch Bauernhöfe oder Stal- lungen entdecken, an deren Hauseingängen Waldmeisterbü- getrockneten Waldmeister zur Aromatisierung beigemischt ha- ben, daher auch der Name Ta- bakkraut. ■ schel zumSchutz und Segen auf- gehängt wurden. Es gibt auch ei- nige Überlieferungen, in denen berichtet wird, dass früher die Bauern zu ihrem Tabak auch den Einheimische Waldpflanzen : Der Waldmeister Vorkommen : In Buchenwäldern und in lichten Wäldern Namen : Duftlabkraut oder Wohlriechendes Labkraut, Maikraut, Maiblume, Leberkraut, Sternleberkraut, Waldelfenkraut, Waldmännlein, Waldmutterkraut, Gliederkraut, Zehrkraut und Tabakkraut. Info-Kasten  Wegen seiner sternförmigen Anordnung der Blätter erhielt der Waldmeister mancherorts die Benennung Sternleberkraut. Bild: Pixabay

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