Füssener Heimatzeitung Nr. 257

63 Füssener Heimatzeitung Nr. 257 vom Dezember 2024 er ein Holzwaren-Geschäft betrieb und auch damit anfing, Kübel zu bauen. Diese Arbeit hat fast hun- dert Jahre den Alltag seiner Fa- milie und seiner Nachkommen bestimmt und verschwand dann relativ plötzlich von der Bildflä- che. Je nachdem, wie in der Re- gion die Tätigkeits- oder Gefäß- bezeichnung war, leitete sich da- von die Berufsbezeichnung der Faßbinder ab. Dazu gehören die Fässler (von Fass), Böttcher (von Bottich), Kübler (von Kübel), Schäffler (von Schaff), Simmer- macher (von Simmer), Pichler von pichen (Fässer mit flüssigem Pech abdichten) und noch einige an-  So sahen die Güllefässer aus, die in der Faßbinderei Geisen- hof in Vils hergestellt wurden. Um sie widerstandsfähiger zu machen, wurden sie innen ausgebrannt, was mit dem Feuer natürlich eine heikle Angelegenheit war. Bild: privat Fortsetzung auf Seite 64  Seine Frau Anna Geisenhof, geb. Lochbihler führte ein strenges Regiment und bestimmte darüber, wie oft er in den Keller gehen durfte, um ein Glas von dem Fass Wein zu trinken, das er sich durch seine guten Geschäftsbeziehungen leisten konnte. Bild: privat

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