Füssener Heimatzeitung Nr. 257

album genau studierte, was Giu- seppe natürlich schon verdächtig vorkam. Er bot für das gesamte Album 50 D-Mark, was Giuseppe ablehnte und der Kunde ging wie- der seine Wege. Am nächsten Morgen kam aber wieder der glei- che Kunde und wirkte ganz ner- vös, er wiederholte, dass er das ganze Album kaufen will für sech- zig D-Mark. Das lehnte Giuseppe aber auch ab und schlug ihm vor, dass er sich doch einzelne Marken aussuchen kann, was der Kunde auch machte. Er suchte sich zwanzig Briefmarken aus und bot dafür siebzig D-Mark, er ging noch eine Runde, um Giu- seppe Zeit zu geben, über das Angebot nachzudenken. Giusep- pe ahnte schon, dass eine wert- volle Briefmarke dabei sein muss- te und zückte schnell seinen Ka- talog, um den Wert zu kontrol- lieren. Doch die Zeit war knapp und es gab immer wieder Kunden, die ihn unterbrachen, und alle Briefmarken, die er im Katalog wiederfinden konnte, hatten nur einen Wert von ein oder zwei DM. So kam der Kunde wieder und die zwanzig Briefmarken wurden für siebzig DM verkauft. Als der Fortsetzung von Seite 58  Piergiuseppe Tomasoni auf einem seiner Märkte. Bild: Füssener Heimatzeitung

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