Füssener Heimatzeitung Nr. 255
2 Füssener Heimatzeitung Nr. 255 vom November 2024 Kein Engagement war zu viel Beliebt waren die Musik im Mu- sikverein oder das Schießen im Schützenverein, wo man aber auch gemeinsame Feste feierte und gemeinsame Fahrten unter- nahm. In den Vereinen war etwas los, da ging es oft richtig lustig zu. Es gab eine hohe Bereitschaft, Ehrenämter zu übernehmen und sich hier richtig zu engagieren und etwas auf die Füße zu stellen. Einer dieser herausragenden Menschen war Peter Böck, dessen Leben davon geprägt war, dass er in richtig vielen Vereinen Mit- glied, aber auch Vorstand war und ihm dabei kein Engagement und keine Aufgabe zu viel war. Ein begabter Musiker Am 24. Februar 1917 bekamen der Schreinermeister Josef Böck, der eine eigene Schreinerei in Hinterberg, in der Hopferau, be- trieb, und seine Frau Barbara Böck einen Sohn, den sie Peter nannten. Peter war der jüngste von drei Kindern, er hatte noch zwei Schwestern, die Zenzl (Kres- zentia) und die Burga (Walburga). Nach der Schulzeit in Hopferau begann er seine Schreinerlehre in der Schreinerei seines Vaters. Peter war musikalisch sehr begabt und so förderten die Eltern schon früh seine Leidenschaft zu mu- sizieren. Im Rahmen der seit 1933 eingeführten nationalsozialisti- schen Organisation KdF („Kraft durch Freude“) kamen vermehrt Fortsetzung auf Seite 4 Feriengäste nach Hopferau, die von der Musik und ihremMitglied Peter Böck, am Bahnhof Weizern abgeholt und musikalisch in den Ort begleitet wurden. Nach Erlass des Gesetzes zum Reichsarbeits- dienst am 26. Juni 1935, als Hitler die Devise herausgab: „Alle jun- gen Deutschen beiderlei Ge- schlechts sind verpflichtet, ihrem Volk im Reichsarbeitsdienst zu dienen“, wurde der damals 18- jährige zur Militärmusik einbe- rufen. Sein Musikinstrument war die Posaune. Granatsplitter durch das Armgelenk Vom Arbeitsdienst wurde er bald an die Front abkommandiert. Zu- In der Hopferau wurde Peter Böck geboren. Bild: lake-244343 Fortsetzung von Seite 1
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