Füssener Heimatzeitung Nr. 255

157 Füssener Heimatzeitung Nr. 255 vom November 2024 Erfahrungen in Experimental- schule Das Seminar wird geleitet von Richard Kandlin, der ab dem Alter von 14 Jahren eine Experimen- talschule in Russland besuchte und in dem sich durch seine dort gesammelten Erfahrungen das Bedürfnis entwickelte, eine neue Form von Schule und Pädagogik zu entwickeln - beziehungsweise auf seine Erfahrungen zurückzu- greifen und die Methode, die er kennenlernen durfte, positiv wei- terzuentwickeln und weiterzuge- ben. Die Fernschule, die Richard Kandlin besuchte, kann man sich im Prinzip wie ein Dorf von Kin- dern vorstellen, die zusammen alles gemacht haben - sie haben zusammen gebaut, sie haben zu- sammen renoviert, sie haben zu- sammen gekocht und sie haben zusammen gelernt. Glückliche Schulzeit? Als Richard Kandlin nach seinem Abschluss zurück nach Deutsch- land kam, bemerkte er plötzlich zwei gewaltige Unterschiede zu seinen Freunden, die herkömm- liche Schulen in Deutschland be- sucht hatten: Erstens: Für ihn war die Schulzeit eine wunder- schöne Zeit. Und zweitens: Er hat das Gefühl, etwas Sinnvolles gelernt zu haben und ein Ver- ständnis für alles Gelernte zu ha- ben. Beide Eindrücke unterschie- den sich maßgeblich von den Ge- fühlen, die Absolventen gewöhn- licher deutscher Schulen zu ihrer Schulzeit empfanden. Diese zwei Unterschiede gaben Richard Kandlin zu denken und kurzer- hand entschloss er sich, seinen eigentlichen Plan, Architekt zu werden, erstmal auf Eis zu legen und sich ganz diesem Thema zu widmen: Dem Thema einer an- deren, besseren Schule und der  So in etwa empfinden die meisten deutschen Schüler den Unterricht. Bild: Pixabay  Richard Kandlin sammelte Erfahrungen in einer Experi- mentalschule, in der die Kinder selbst das Zentrum bildeten und unter denen ein starker Zusammenhalt herrschte. Bild: Pixabay Fortsetzung auf Seite 158

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