Füssener Heimatzeitung Nr. 254
139 Füssener Heimatzeitung Nr. 254 vom Oktober 2024 mit dem im Wasser angeschwellten oder abge- brühten Kraute macht.” Kräutermilch Schon unsere Vorfahren, die alten Germanen, be- reiteten mit Gänsefingerkraut ein heilsames Milch- getränk zu. Dazu wird frisches Kraut in Milch auf- gekocht und für einige Minuten ziehen gelassen. Milch findet deshalb Verwendung, weil sie fetthaltig ist und uns somit die fettlöslichen Inhaltsstoffe besser zugänglich macht. Bei Wunden wurde diese Milch auch zum Schutz vor Wundstarrkrampf und Blutvergiftung getrunken und das in Milch gekochte Kraut auf die Wunde aufgelegt. Alte Mittel Es ist ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen, sich diesem alten Wissen anzunähern und zu er- leben, wie jede Pflanze ihre eigene Heilkraft in sich trägt. Man muss sein Herz und seinen Geist nur dieser Welt öffnen und sich beschenken lassen. ■ Name : Gänsefingerkraut Andere Namen : Silberkraut, Krampfkraut, Anserine (Potentilla anserina), Gänsegarbe, Stierkraut, Igelkraut Verwendbar : Blätter, Blüten, Wurzeln Blütenfarbe : gelb Fundorte : Wiesen, Wegränder, Gärten, Felder Inhaltsstoffe : Bitterstoffe, Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, Mineralsalze, Schleimstoffe, Vitamin C Eigenschaften : adstringierend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend Hilft bei : Durchfall, Fieber, Hustenkrämpfen, Magenkrämpfen, Wadenkrämpfen, Wunden, Zahnfleischentzündungen Erntemonat : ganzjährig Info-Kasten Fortsetzung von Seite 137 Kneipp bewegte sich in der Naturheilkunde wie ein Fisch imWasser. Bild: Pixabay
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