Füssener Heimatzeitung Nr. 247

102 Füssener Heimatzeitung Nr. 247 vom April 2024 Serie: Füssener Geschichte Ein Bericht von Uta Creutznacher Lange vor Hitlers Machtergreifung wur- de am 23. August 1868 Hermann Raff in Göppingen geboren. Der jüdische Göppinger Fabrikant Elias Raff war sein Vater und seine Mutter war Therese Raff, geb. Monheimer, ebenfalls eine Jüdin. Zwei Kinder gingen aus der Ehe hervor und zwar der jüngere Hermann Raff und seine ältere Schwester Marie Raff, verheiratete Hirsch. Sie war im Jahr 1867 geboren worden. Als Hermann Raff zwei Jahre alt war, starb sein Vater im Jahr 1870, woraufhin die Mutter Bernhard Raff heiratete und mit ihren Kindern zu ihrem neuen Mann nach München zog. In München bekam Her- mann Raff noch eine Halbschwester, Helene Raff, verheiratete Regensteiner, die später nach Amerika auswander- te. Jurist und Syndikus des Bayerischen Maklerverbandes In München besuchte der wissbegierige Hermann Raff das Maximiliansgymnasium und studierte an- schließend Jura vor Ort und in Erlangen. Seine Kanzlei in München befand sich in der Weinstraße, Diskriminierung Füssener Juden im Dritten Reich am Beispiel von Dr. jur. Hermann Raff

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