Füssener Heimatzeitung Nr. 241

14 Füssener Heimatzeitung Nr. 241 vom November 2023 / II hausverein und der Liederkranz können seit Jahr- zehnten auf die Unterstützung von Heidrun vom Bovert zählen. Sie ist eine Frau, die zu ihrem Wort steht, die dem Leben aufrichtig und ehrlich ge- genübertritt. Und auch wenn wir Menschen immer wieder denken, dass ein Einzelner nichts bewegen kann, so verändern Menschen wie Heidrun vom Bovert die Welt mit ihrer tiefgründigen Art doch ein Stückchen ins Positive. Und vielleicht wird der ein oder andere durch ihre Texte angeregt, die Dinge doch ein wenig anders zu machen als bis- her. Gedankenfreiheit von Heidrun vom Bovert Meine Gedanken fliegen wie Wolken im Wind, über Wiesen, Seen und Höhn; fliegen in Sphären, die grenzenlos sind, und keiner kann sie sehn. Hier kann ich leben, lieben und denken, wie es meiner Natur entspricht. Keiner kann mein Handeln lenken und mir sagen: Das darfst du nicht! Hier bin ich frei von allen Zwängen, kann planen und bauen für mein Glück; hier kann mich keiner mehr verdrängen, hier holt mich niemand mehr zurück. Hier find ich Ruhe, Frieden und Kraft, die mir der Alltag raubt. Hier hab ich Werke schon geschafft, die mir hier unten niemand glaubt. Drum bleib ich hier oben, solange ich kann und fühle mich glücklich und frei, denn bin ich hier unten bei jedermann, sind alle Illusionen vorbei. Weltverteidigung von Heidrun vom Bovert Schon lange schaut der Herrgott zu was seine Menschen machen, doch langsam nimmt es ihm die Ruh, er hat nichts mehr zu lachen. Sie greifen seine Schöpfung an, ohne Mitleid und Empfinden; der Mensch ist wie im Größenwahn und kennt nicht mehr die Sünden. Der Herrgott spricht: „Jetzt ist´s genug mit all dem Vandalismus; nun bin ich selber mal am Zug halt ein den Egoismus. Ich setze meine Helfer ein, Sturm, Kälte, Wasser, Hitze, auch unbarmherz´gen Sonnenschein und manchmal heft´ge Blitze. Ich rüttle mal die Erde auf, lass Berge Feuer speien, lass allen Kräften freien Lauf, auch wenn die Menschen schreien. Fortsetzung von Seite 13  „Mensch wo bist du?” Diese Frage stellt sich Heidrun vom Bovert immer wieder. Bild: privat

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