Füssener Heimatzeitung Nr. 239

92 Füssener Heimatzeitung Nr. 239 vom September 2023 Serie: Füssener Persönlichkeiten Kindheit und Jugend Ein Bericht von Tulie Wintergerst Führt man ein Gästehaus in unserer Region, so begegnen einem unzählige Ge- sichter und deren Lebensgeschichten. Heidrun vom Bovert führte über dreißig Jahre das Gästehaus am Forggensee. Mit den Geschichten, die sie in diesen Jahrzehnten erlebte, könnte sie ganze Bände füllen. Um all ihre Gefühle und Gedanken in eine Form zu gießen, fing Heidrun vom Bovert an, Gedichte zu schreiben. Über die Natur, die ihr so nahe ist, aber auch über die Entwicklung unserer Gesellschaft, die Klimaerwärmung und all die Themen, die sie täglich bewegen. Die gebürtige Solingerin glaubt an das Schicksal und so muss es einen guten Grund haben, dass sie heute ihr Leben in Füssen verbringt. Fortsetzung auf Seite 94 Kennenlernen der Eltern Heidrun vom Bovert wurde als einzige Tochter ihrer Eltern Emmi Pack, geb. Kaiser, und Hans Pack am 11.11.1938 in Solingen gebo- ren. Bis sich ihre Eltern jedoch gefunden hatten, mussten erst einige Anstrengungen unternom- men werden. Der Vater von Emmi Kaiser, Walter Kaiser, wollte aus seiner Tochter unbedingt eine höhere Dame machen. So wurde sie aufs Mädchenpensionat zum Geheimrat Onkel Felix in den Harz geschickt. Hier lernte sie, sich wie eine feine Dame zu beneh- men. Am Wochenende kamen die Offiziere und es wurden Tanz- bälle gefeiert. Als Emmi dann wieder nach Hause kam, fühlte sie sich als etwas Besseres. Sie ging sogar so weit, ihre Eltern zu kritisieren, weil sie miteinander Dialekt sprachen. Mit ihrem  Der Gasthof von Adele Kaiser, Heidruns Oma. Hier wuchs Heidrun auf. Bild: privat Heidrun vom Bovert - Teil 1

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