Füssener Heimatzeitung Nr. 239
117 Füssener Heimatzeitung Nr. 239 vom September 2023 Fortsetzung auf Seite 120 Schalk, Brustfleck, Fiertuach, End Die Tracht ist eine Komposition aus vielen Einzelteilen. Jedes Ein- zelteil hat seinen eigenen Namen und das richtige Anlegen der Tracht ist, zumindest bei der Frau- entracht, eine Kunst für sich. Als Laie ist man damit erst einmal überfordert. Während der Eröff- nung holte sich Guido Degasperi dann seine Enkelin Lara als "Mo- dell", um die wichtigsten Tipps lebensnah zu demonstrieren. Ma- gister Peter Friedle meinte scherz- haft, dass Guido Degasperi zur Vorbereitung der Ausstellung so oft zwischen seinem Gasthaus und der Wunderkammer hin und her gelaufen sei, dass sich ein Trampelpfad gebildet habe und er der Gemeinde Elbigenalp vor- schlage, diesen als „Guido De- gasperi Weg” zu benennen. Beeindruckende Exponate In der Ausstellung spannt sich der Bogen weit von der erneuer- ten Männertracht über kostbare Stickereien am Rücken des Mie- ders bis hin zu den roten Unter- röcken der Lechtaler Tracht. Dazu gehören auch viele Details, denen eine eigene Vitrine gewidmet ist, wie Gebetbuch, Rosenkranz (ge- nannt Nutscher), Broschen, Ohr- ringe, Schmuck aus Schaumgold und goldene Taschenuhren, die an einer schweren Uhrkette ge- tragen werden. Wie könnte es anders sein - Guido Degasperi ist auch hier der wichtigste Leih- geber für die Ausstellung in der Wunderkammer Elbigenalp. Mathilde Schlichtherle-Frey vom Team der Wunderkam- mer. Bild: Füssener Heimatzeitung
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