Füssener Heimatzeitung Nr. 237
69 Füssener Heimatzeitung Nr. 237 vom Juli 2023 Gut besuchte Führung Dazu trafen sich etwa vierzig Teil- nehmer am Kiosk amWeißensee und ließen sich von Hans Reit- bauer alle Fragen rund um das Thema Biber beantworten. Sehr zur Freude von jungen Teilneh- mern der Führung zeigte Hans Reitbauer am Anfang einen aus- gestopften Biber und angebis- sene Hölzer. Dabei erzählte er, dass das zweitgrößte Nagetier der Welt darauf angewiesen ist, an Bäumen zu nagen, damit sich seine Zähne abnutzen. Zähne von Bibern wachsen immer wei- ter. Wenn sie nicht durch natür- liche Abnutzung kurz gehalten werden, würden sie so lang wer- den, dass der Biber irgendwann nicht mehr imstande wäre, mit ihnen zu nagen. Biber galt als Fisch Auch konnte man bei dieser Ge- legenheit das einzigartige Fell des Bibers berühren. Ein Biber hat durchschnittlich 23 000 Haare pro Quadratzentimeter. Der Mensch hingegen kommt durch- schnittlich auf mickrige 500 Haare pro Quadratzentimeter. „Kein Wassertropfen berührt die Haut des Bibers, wenn er im Wasser ist, dafür ist das Fell viel zu dicht”, sagt Hans Reitbauer dazu. Das einzigartige Fell war neben dem zarten Fleisch leider auch der Grund, weshalb die Biber ab 1867 in Bayern als ausgerottet galten. Besonders bei Mönchen war das Fortsetzung auf Seite 70 Gut zu sehen, die orangefarbenen Zähne des Bibers. Wer denkt, dass die Farbe von mangelnder Zahnhygiene kommt, liegt nicht richtig. Die Farbe bildet sich aufgrund der sehr eisenhaltigen Nahrung der Tiere. Das Eisen färbt den Zahnschmelz orange und macht ihn außerdem extrem hart, was überlebenswichtig für den Biber ist. Bild: Elli Stattus, Pixabay
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