Füssener Heimatzeitung Nr. 237
53 Füssener Heimatzeitung Nr. 237 vom Juli 2023 Und da erkannten wir beim ersten Blicke, Dass Er der wahre Herrscher sollte sein, O freudigstes, o schönstes der Geschicke, In Dir, Ersehnter, Alle wir uns weihn! – Er sprach: »Vom Himmel selbst bin ich zu Euch ge- sendet, »Zu Eurem Herrscher hat mich Gott ernannt,« »Durch mich wird alles Böse weggewendet,« »Jedoch mein Name werd' Euch nie bekannt.« »Ihr sollet darum niemals mich befragen« »Sonst muss trotz Flehens ich von hinnen ziehn,« »Und Euer Glück muss ich von dannen tragen,« »Mit mir geht jeder Trost für Euch dahin.« - Wir drauf. »Nie soll der Morgen Tagen,« »An dem die Frage will dem Mund entfliehn,« »Wir lieben dich und werden uns dir neigen« »Den Namen deck' ein ewiges Verschweigen!« n Fortsetzung folgt! Thema : Schicksalsjahr 1864 Behandelter Zeitpunkt : Anfang 1864 Person : König Ludwig II. von Bayern (zu dieser Zeit noch Kronprinz) Titel des Gedichtes : Vision Entstehung des Gedichtes : Zwischen dem 15. Januar und 2. März 1864 Quellen : Archiv Adami, Evers 1986, Tagebuch Ludwig II., Füssener Blatt 1864, GHA Kabinettsakten, Tagebuch Ludwig II. Info-Kasten Bildunterschriften: 1 Wikipedia, gemeinfrei 2 Pedro from Maia (Porto), Portugal (https://commons.wiki - media.org/wiki/File :Hohenschwangau_(3383608894).jpg), „Hohenschwangau (3383608894)”, https://creative- commons.org/licenses/by/2.0/legalcode König Ludwig II. von Bayern im Alter von ca. 22 Jahren. ²
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