Füssener Heimatzeitung Nr. 236
56 Füssener Heimatzeitung Nr. 236 vom Juni 2023 / II Die jungen Reitersoldaten bildeten nicht wirklich den einzigen und ausschließlichen Umgang des Königs. Ein wichtiger Vertrauter, den Ludwig bis zu seinem Tod schätzte und den er als engen Berater akzeptierte, war der Flügeladjutant Alfred Graf Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin. Dürckheim ist einer der wichtigsten Ein Bericht von Erich Adami Serie: König Ludwig II. von Bayern Kein leichter Stand Bereits in den 1870er Jahren war Ludwig II. mit Dürckheim bekannt und schätzte ihn wegen seiner Königstreue und Ritterlichkeit. Doch auch der Graf musste Bekanntschaft mit Ludwigs wankelmütigen Einschätzungen seiner Gegenüber machen. Der Biograph Gottfried von Böhm gab zu Protokoll, dass Dürckheim zeitweilig bei Ludwig in Ungnade gefallen war, da der Monarch bei seinem Unterge- benen „schlechte Manieren” entdeckt hatte. Bis zum Ende loyal: Alfred Graf Eckbrecht von Dürckheim-Montmartin p König Ludwig II. in jungen Jahren. Bild 1 Zeugen der Geschehnisse des Jahres 1886. Er war einer der wenigen gebil- deten langjährigen Begleiter des Mo- narchen, einer, den Ludwig aufgrund seines Verstandes und seiner Recht- schaffenheit schätzte. Bis zumSchluss duzen sich die beiden nicht, es handelt sich um einen rein auf Vertrauen und Achtung, nicht aber auf Schwärmerei basierenden Umgang. Schließlich war Dürckheim Gesprächspartner Ludwigs in den entscheidenden Stunden vor der Festsetzung. Fortsetzung auf Seite 59
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