Füssener Heimatzeitung Nr. 236
113 Füssener Heimatzeitung Nr. 236 vom Juni 2023 / II Die Sickinger Fehde Ihm ging es darum, den schwindenden Einfluss der Reichsritterschaft gegenüber den Territorial- fürsten aufzuhalten. So kam es, wie es kommen musste: in der sogenannten Sickinger Fehde von 1522/23 wurde auch die Burg Drachenfels zerstört. Dies stellte vor allem für die Grafen Dürckheim einen großen wirtschaftlichen Schaden dar. An einen Wiederaufbau der Burg war unter diesen Umständen nicht mehr zu denken, im Gegenteil: die Burgruine diente in den nächsten Jahren als Steinbruch für den Bau der katholischen Kirche in Busenberg und vor allem beim Bau des Schlosses in der Mitte des gleichnamigen Ortes durch Franz Christoph von Dürckheim 1778. Zurück blieb eine romantische Ruine, die zu den markantesten Burg- ruinen im Wasgau zählt. ■ Bildnachweise 1 Bild: Luger 1405 (https://commons.wikimedia.org/ wiki/File:Drachenfels_.jpg), „Drachenfels „, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/le- galcode 2 Bild: Rüdiger (https://commons.wikimedia.org/ wiki/File:Burg-Drachenfels_7550_b.jpg), „Burg-Dra- chenfels 7550 b”, https://creativecommons.org/licen- ses/by-sa/3.0/legalcode Lage: Etwa sieben Kilometer nördlich der Grenze zwischen Frankreich und Deutschland im Ort Busenberg (Rheinland-Pfalz) Gesicherte Existenz: Ab dem 13. Jahrhundert Erste Besitzer: Die Herren von Drachenfels Spätere Besitzer: Die Grafen Eckbrecht von Dürckheim, Franz von Sickingen u.a. Zerstörung: 1522/23 Info-Kasten Fortsetzung von Seite 110 p Eine Luftansicht der Burgruine Drachenfels bei Busenberg. Bild 2
RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMw==