Füssener Heimatzeitung Nr. 225
Füssener Heimatzeitung Nr. 225 vom Oktober 2022 Von der Muse geküsst Doch bis dahin war es ein weiter Weg, der ihn von Mindelheim bis Füssen führte. Oft sind es die seltsamsten Wege, die ein Mensch geht und die ihn mit an- deren Menschen wieder verbin- den. So erging es auch Robert Maximilian Miller, der hier in Füs- sen Waltraud Faas kennen- und lieben lernte, die Tochter von An- ton Faas. Über beide hat die Hei- matzeitung schon berichtet. Aber beginnen wir am Anfang. Gerade bei Robert Maximilian Miller kann man wunderbar studieren, wie ihn die Wiege seiner Kindheit prägte und zu dem machte, was er war, ein feinsinniger, musischer und zeitlebens der Kultur zutiefst verpflichteter Mensch. Das wurde ihm schon in die Wiege gelegt und das war vor allem die Stim- mung, die sein Elternhaus aus- strahlte. Eigentlich hieß er Maxi- milian Albert Miller, Rufname Max. Doch später legte er sich einen Künstlernamen zu, Robert Maximilian Miller, um die Ver- wechslungen mit seinem Bruder Arthur Maximilian Miller zu ver- meiden, aber trotzdem wurde er verwechselt und jetzt auch noch mit seinem älteren Bruder Robert Miller. Alle drei waren hochkarä- tige Menschen. Arthur Maximilian Miller, der große Allgäuer Dichter, der mit Worten so gewandt war, wie sein Bruder Maxmit der Geige und mit dem Zeichenstift. Sie er- gänzten sich beide vortrefflich. Was der eine schrieb, setzte der Schon als kleiner Bub, mit neun Jahren, hat Max 1913 als Landsknecht auf dem Frundsbergfest mitgemacht. Bild: privat Fortsetzung von Seite 2
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