Füssener Heimatzeitung Nr. 214
157 Füssener Heimatzeitung Nr. 214 vom Januar 2022 Ein Vogel, der Fröhlichkeit symbolisiert. Bild: pixabay eine Huldigung an die Schöpfung. In der Literatur hat die Lerche ih- ren festen Platz: Große Dichter wie Aesop, Christian Fürchtegott Gellert und Gotthold Ephraim Lessing haben die Lerche in ihren Fabeln verewigt. Bei Shakespeare ist sie die „Tagverkünderin“, die das Ende des nächtlichen Stell- dicheins von Romeo und Julia herbei singt. Die Lerche in der Traumdeutung Das von Gesang begleitete Em- porschwingen der Lerche steht in der Traumdeutung für gute Laune und das Weiterkommen im Leben. Der Träumende hat wie die Lerche aus der Distanz in luf- Fortsetzung auf Seite 158 tiger Höhe einen guten Überblick über die Dinge unter ihm. Belas- tendes und Beschwerliches sind im Traum weit weg und klein. Die Hochstimmung trägt zum berufli- chen und privaten Fortkommen bei: Die fliegende Lerche ist in der Traumdeutung ein Symbol für die Erreichbarkeit angestrebter Ziele. Beobachtet der Träumende eine Lerche beim Fressen, gilt dies als Zeichen für eine reiche Ernte. Wenn der Singvogel fröhlich um den Träumenden herumfliegt, kann dieser darauf hoffen, dass er im Leben Glück haben wird. Eine Lerche im Flug zu sehen, ist in der Traumdeutung ein Ausdruck tenschwund, obwohl nicht nur tierische Nahrung auf dem Spei- seplan steht, sondern auch Sä- mereien. Fröhlichkeit und Unbeschwertheit Die Lerchen lieben das freie Feld, Brachlandschaften, die Heide oder auch Dünen, so dass sie in ganz Deutschland zu finden sind. Das Überwintern erfolgt jedoch gerne in warmen Gegenden wie Südfrankreich oder Spanien. Als Krafttiere imSchamanismus ste- hen Vögel allgemein für Kommu- nikation und Freiheit. Als Tierbote in der Mythologie steht die Feld- lerche für das „Gotteslob“ und
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