Füssener Heimatzeitung Nr. 214
156 Füssener Heimatzeitung Nr. 214 vom Januar 2022 Den ganzen Sommer über hört man ihr Tirilieren von morgens bis abends über den abgeernteten Feldern und blühenden Wiesen, wobei es die Männchen sind, die auf bis zu 200 m Höhe hoch fliegen können, um uns mit ihrem Gesang zu erfreuen. Ein Bericht von Elisabeth Wintergerst Serie: Mythologie der einheimischen Vögel Gut getarnt Die im braunen Federkleid gut getarnten Weibchen singen viel leiser, kürzer und meist vom Bo- den aus, wo sie ihr Nest behüten. Lerchen gelten als Kulturfolger, kommen also mit der landwirt- Bis zu 200 Meter kann sich die Lerche in die Lüfte schwingen. Bild: Pixabay schaftlichen Nutzung gut zurecht, solange man ihnen genug Raum lässt, ummehrere Bruten im Jahr großzuziehen. Vom 15. bis zum 19. Jahrhundert wurden Lerchen wie andere Singvögel leider auch als Delikatessen gehandelt, ge- fangen und gegessen. Heute ist der unscheinbare Bodenbrüter eine gefährdete Art geworden. Ihr Gesang verstummt immer öf- ter. Schuld daran sind Monokul- turen, Pestizide, weniger Brut- flächen und der steigende Insek- Die Lerche
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