Füssener Heimatzeitung Nr. 208
91 Füssener Heimatzeitung Nr. 208 vom August 2021 fährlichen Arbeit. Bei einer Spren- gung flog leider einem der Män- ner schon entzündetes Pulver ins Gesicht, was diesen auf der Stelle erblinden ließ. Da beimSprengen cher Höhe zu treffen. Was den begabten Lochern aber „um kei- nen Schuh Unterschied” sehr gut gelang. Josef schreibt: „Kurz, die Männer haben ihren Lohn mit Gott wohlverdient und wurden von den Bürgern belobt, einer unter ihnen war der Meister und hielt unter den andern gute Ord- nung, sie wußten aber ihre Stärke anzuwenden.” Glimpflicher Ausgang Während die Bergmänner stetig am Durchbruch des Felsens ar- beiteten, wurde gleichfalls auch streng mit der Erbauung der Müh- len fortgefahren. Der junge Mann Michel Christa, ein begabter Zim- mermeister, regierte den ganzen Bau. Die Maurerarbeit wie die Zimmermannsarbeit, wurde streng kontrolliert. Auch war ein Mühlarzt gekommen, der das Mahlwerk fertigte. Es wurde in keinem Stück nur das Mindeste gespart. Doch das Gericht in Eh- renberg protestierte bald, der Lech werde beim Anlegen der Wasserzuläufe zu stark ge- schwellt, es komme eine Kom- mission aus Tirol und Dillingen, denen man zuerst einmal bewei- sen solle, wie hoch man das Recht habe den Lech anzuschwel- len. Es ging jedoch alles friedlich aus und nach der Abmessung des Falls und der Schwellung, meinte die Kommission aus Tirol, man könne sogar noch einen Schuh höher schwellen. Bald da- rauf wurde noch eine Sägemühle, ein Weißgerber, ein Stricker und eine „Rothgerberwalke” erbaut. Das Vorhaben wurde 1784 be- gonnen, der Bau wurde 1787 ab- geschlossen und alles in Summe kostete ca. 22.000 Gulden. ■ nicht mehr so viele Hände ge- braucht wurden, fing man an, von beiden Seiten gleichzeitig zu arbeiten. Die Kunst war hier, sich genau in der Mitte auf glei-
RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMw==