Füssener Heimatzeitung Nr. 205

160 Füssener Heimatzeitung Nr. 205 vom Juni 2021 / I überraschte. Er wusste alles und er sprach bloßWesentliches. Sein fabelhaftes Gedächtnis ermög- lichte es ihm, auf dem Laufenden seiner Zeit zu sein. Ein brillanter Geist mit unwiderstehlichen geis- tigen Zügen.” Der Osservatore Romano vom 14. Mai 1945 hat ein Wort des Pater Pankratius von damals festgehalten: „Jetzt erst verstehe ich voll und ganz, warum ich der Gesellschaft des göttlichen Heilandes angehöre.“ Als seine Aufgabe erfüllt war, starb er, nur wenige Tage nach- dem die Deutschen abgezogen waren und die Alliierten Rom übernahmen. Die Todesumstän- de, wie in Teil eins bereits be- schrieben, waren geradezu die Ironie des Schicksals. Ein briti- sches Militärauto erfasste ihn auf dem Nachhauseweg und er wurde tödlich verletzt. Mit dem Kriegsende war auch seine Auf- gabe beendet und er ging heim, heim in das Reich seines so über alles geliebten Heilands - Jesus. Sein Ausspruch: „Leben für Le- ben!” erfüllte sich in diesemMo- ment. Auch darin folgte er seinem großen Vorbild Jesus. Angebot der Kardinalswürde Nach Ende des Krieges war es der Papst selbst, der Pfeiffer zum Dank für seinen selbstlosen Ein- satz den roten Hut anbot, die Kardinalswürde. Doch Pfeiffer lehnte ab und erbat sich statt- dessen die Erweiterung des Mut- terhauses. Zehn Jahre nach sei- nem Tod benannte man in Rom eine Straße nach ihm: „Via Padre Pancrazio Pfeiffer”. Sie liegt ge- nau zwischen dem Mutterhaus und dem Petersplatz und dem Platz Pius XII. So war diese Straße direkt so gewählt, dass sie auch geografisch die Nähe Pankratius Pfeiffers’ zumVatikan und vor al- lem zu Papst Pius XII. zum Aus- druck bringt. In Schwangau wurde erst 2005, zum 60. Todestag, eine Straße nach ihm benannt. Beerdigung Bei der Beerdigung von Pfeiffer trugen sich 450 römische Bürger in die Kondolenzliste ein. Und der erste Wunsch nach Seligspre- chung wurde nicht viel später Fortsetzung von Seite 159  Pater Pankratius Pfeiffer, der Generaloberst der Salvatorianer, ruht in der Grabstätte seines Ordens auf dem Friedhof Campo Verano in Rom. Auf dem Bild sieht man seinen Großneffen Nikolaus Mielich. Bild: Familie Mielich  Das Sterbebild von Pankratius Pfeiffer. Bei seiner Beerdigung trugen sich 450 römische Bürger in die Kondolenzliste ein. Bild: Archiv der Salvatorianer (Rom)

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