Füssener Heimatzeitung Nr. 201

156 Füssener Heimatzeitung Nr. 201 vom Februar 2021 Einen Fasching zu feiern und ihn auch als Fasching bezeichnen zu können, das ist heute fast schon eine Kunst. Früher war der Fasching nicht nur ein schneller Sprung in den nächsten Supermarkt, um an ein buntes Kostüm zu gelangen. Jede Verkleidung war damals von Hand und mit viel Liebe genäht oder gebastelt. Fasching wurde so gefeiert, wie sonst im Jahr kein anderes Fest. Er war ein tage- langes Feiern und Tanzen und alles hatte seine Stimmung auf eine ganz besondere Art. Demnach war die Vorbereitung für Fasching etwas aufwendiger und dadurch auch beziehungsvoller. Über die Faschingszeit blieben die Betten meist leer, denn kaum einer hatte vor, die Augen zu schließen, und so kam es leicht dazu, dass man mitten in einer Feier kurz einschlief und nach dem Ausruhen ging es weiter zur nächsten Feier. Heute ist ganz viel Stimmung und Wert des Faschings verloren gegangen. Wenn keiner mehr schläft, dann war es ein gelungener Fasching Ein Bericht von Nana Scheuer Serie: Lechbruck  Hier wird das Prinzenpaar in der Lechhalle bei Lechbruck mit einem Tanz begrüßt. Bild: privat Fortsetzung auf Seite 160

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