Füssener Heimatzeitung Nr. 197

Postenkette unseres schlesischen Regiments zog sich vom Bois des Chevaliers hinüber zum Bois de Vérines, und das wandernde Heer der wilden Gänse strich gespensterhaft über uns alle dahin. Ohne im Dunkel die ineinander laufenden Zeilen zu sehen, schrieb ich auf einen Fetzen Papier ein paar Verse …” Wildgänse rauschen durch die Nacht Mit schrillem Schrei nach Norden – Unstäte Fahrt! Habt acht, habt acht! Die Welt ist voller Morden. Fahrt durch die nachtdurchwogte Welt, Graureisige Geschwader! Fahlhelle zuckt, und Schlachtruf gellt, Weit wallt und wogt der Hader. Rausch’ zu, fahr’ zu, du graues Heer! Rauscht zu, fahrt zu nach Norden! Fahrt ihr nach Süden übers Meer – Was ist aus uns geworden! Wir sind wie ihr ein graues Heer Und fahr’n in Kaisers Namen, Und fahr’n wir ohne Wiederkehr, Rauscht uns im Herbst ein Amen! Die wachsame Gans Die Wachsamkeit der Gänse ist geradezu sprich- wörtlich. Die Gänse der Juno bewahrten Rom der Legende nach vor einem heimlichen Angriff und retteten so die Stadt. Es war der 18. Juli 387 v.Chr. Unbemerkt hatten damals mehrere Keltenstämme die Alpen überwunden, sich der Stadt genähert und drohten, sie zu vernichten, erzählt uns der Fortsetzung von Seite 131  Statue der Göttin Juno im Nymphenburger Schlosspark. Bild: Pixabay q Gänseküken bei ihrer Mutter. Bild: pixabay

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