Füssener Heimatzeitung Nr. 196

87 Füssener Heimatzeitung Nr. 193 vom August 2020 Fortsetzung von Seite 85 wertvollere Geschenk war und somit übergab er Attika an Athe- ne. Der Olivenbaum schenkte den Menschen Nahrung, Holz und Licht, denn das Öl wurde auch für Lampen genutzt. Beson- ders in den Tempeln und für ri- tuelle Zwecke durfte kein anderes Öl verwendet werden. So steht der Olivenbaum wie die Göttin Athene für Weisheit und Bestän- digkeit. Die Zwillinge Artemis und Apollo wurden von ihrer Mutter, der Nymphe Leto, unter einem Olivenbaum geboren, genauso wie Romulus und Remus, die Gründer Roms. Dies galt als Zei- chen des Glücks und göttlicher Herkunft. Ein Zweig des Oliven- baums gilt als Symbol des Frie- dens, nicht nur bei den Griechen und Römern, auch in der Bibel wird er erwähnt. Z. B. als Noah nach der Sintflut eine Taube aus- schickte und diese mit einem Öl- zweig imSchnabel zurückkehrte. Dies war das Zeichen, dass das Land wieder grünte und das Le- ben wieder begann. Der Oliven- baum steht für die Hoffnung in das Leben, die nicht erlischt und die zuletzt immer erfüllt wird. ■ Name: Olivenbaum, Ölbaum Wissenschaftlicher Name: Olea europaea Familie: Ölbaumgewächse (Oleaceae) Verbreitungsgebiet: Mittelmeerraum, naher Osten, Afrika Höhe: bis zu zehn Meter, selten bis zwanzig Meter Besonderheiten: immergrün Blütezeit: April bis Juni Ernte: November Info-Kasten

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