Füssener Heimatzeitung Nr. 195

113 Füssener Heimatzeitung Nr. 193 vom August 2020 ersten Jahr haben 5.500 Besucher das außergewöhnliche Heimat- haus besichtigt und staunten, was in schönen Räumlichkeiten zusammengetragen wurde. Die Elbigenalpler wollten damit die Besucher „wundrig“, was so viel wie neugierig-staunend bedeutet, machen. Auch nach fünf Jahren gibt es immer wieder Neues zu entdecken, zu sehen und zu be- wegen. Bereits im Besucherin- formationszentrum beginnt die Informations- und Entdeckungs- reise mit einem geschnitzten Holzrelief, das nach der Vorlage einer alten Dorfansicht von Jo- hann Anton Falger gestaltet wur- de. Es bietet die Möglichkeit, das Dorf und seine Sehenswürdig- keiten durch bewegbare Module näher kennenzulernen. Begeis- ternd ist auch die grüne Kom- mode mit den unzähligen Schub- laden, die sogar geöffnet werden  Missionsärztliche Schwestern vor dem Geburtshaus ihrer Ordensgründerin Dr. Anna Dengel im Lechtal. Bild: Elisabeth Wintergerst dürfen. In den Schubladen sind kleinere Objekte, jeweils mit Be- schreibungen und kurzen Texten oder Abbildungen zum jeweiligen Objekt. Sonderausstellungen und Theaterstücke Die Wunderkammer arbeitet eng mit der Geierwally Freilichtbühne in Elbigenalp zusammen. Da die Theatersaison auf der Freilicht- bühne heuer ausfallen muss, wurde die Ausstellung über die Ärztin Dr. Anna Dengel aus Steeg im Lechtal ins Jahr 2020 verlän- gert. Erinnerungen an das groß- artige Theaterstück von Claudia Lang-Forcher über die Heilerin aus dem Lechtal "Anna - Mutter der Mütter" werden wieder le- bendig. Auch den historischen Quellen zu anderen großen Thea- terstücken, die von Claudia Lang- Forcher in der Geierwally Frei- lichtbühne aufgeführt wurden, kommt man in der Wunderkam- mer näher. Denn es gibt reichlich Material zu den "Schwabenkin- dern", oder auch zu Königin Marie von Bayern, die ihren künstleri- schen Ausdruck in "Marie - die  Anna Dengel mit Doktorhut. Bild: Elisabeth Wintergerst Fortsetzung auf Seite 115

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