Füssener Heimatzeitung Nr. 193

67 Füssener Heimatzeitung Nr. 193 vom August 2020 gen der Nazi-Herrschaft, war letzt- lich keine Perspektive für sie. Wann genau sie dann das Kloster verließ, kann leider nicht mehr nachvollzogen werden, sind doch aus der Zeit vor dem Ende des ZweitenWeltkriegs leider keinerlei Aufzeichnungen mehr über den Lehrbetrieb und die damaligen Schülerinnen im Angerkloster er- halten: In der furchtbaren Mün- chener Bombennacht des 17. De- zember 1944 wurden das gesamte Klostergebäude und die dazuge- hörige Jakobskirche völlig zerstört, sowie das Schulgebäude schwer beschädigt, auch das Archiv der Schulschwestern war hiervon stark betroffen. Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg Ihr Studium konnte Friederike Gaißmayer trotz der Kriegswirren erfolgreich abschließen, leider existieren hierüber keine Auf- zeichnungen mehr, sodass keine exakten Zeitangaben mehr mög- lich sind. Auch sind über die Zeit zwischen Abschluss ihres Studi- ums und dem Beginn ihrer Lehr- tätigkeit am Gymnasium Füssen kaummehr Informationen zu fin- den. Bekannt ist lediglich, dass sie einige Zeit an einer Schule in Geisa/Rhön (Thüringen) tätig war, möglicherweise ihre erste Stelle als Lehramtsanwärterin für Deutsch, Englisch und Geschich- te. Das Kapitel Schul- und Studi- enzeit in München und damit auch das Klosterleben war end- gültig vorbei, ebenso wie die Wir- ren des Zweiten Weltkriegs. Ein vollkommen neuer Lebensab- schnitt, entscheidend geprägt von der Tätigkeit als Lehrerin, hatte begonnen. ■  Friederike Gaißmayer, noch im Habit der Armen Schulschwestern, mit ihrer Schwester Kreszentia. Bild: privat Fortsetzung von Seite 64 Fortsetzung folgt!

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