Füssener Heimatzeitung Nr. 192

89 Füssener Heimatzeitung Nr. 192 vom Juli 2020 Fortsetzung von Seite 87 in Pinswang gelesen wurden und wie hoch die Abgaben der Pins- wanger Bürger hierfür waren. Die Pinswanger waren da in Tradition ihrer Vorfahren nicht gerade zu- rückhaltend oder ängstlich, son- dern verweigerten regelmäßig die Zahlung der Abgaben oder des Zehents, um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen. So waren die Füssener und St. Mang immer wieder gezwungen, auf die Bedürfnisse der sturen Tiroler eine Lokalkaplanei wurde und damit dem österreichischen Re- ligionsfonds unterstand. So en- dete die Jahrhunderte alte Ver- bindung von Pinswang zum ehr- würdigen Kloster St. Mang. Die Füssener Mönche verrichteten provisorisch noch bis zum Ende des Jahres die Seelsorge Pins- wang und am 31. Januar 1787 wurde die Lokalkaplanei Pins- wang endgültig errichtet. ■ in diesem kleinen Dörfchen ein- zugehen und es mussten immer wieder kirchliche Würdenträger aus der Umgebung einschreiten, um Kompromisse zu schließen. Doch letztlich wurden alle Kon- flikte gelöst und immer wieder eine Einigung gefunden. Das Ende der vielen Streitereien - zumindest mit Füssen und St. Mang - wurde 1785 eingeläutet, als Kaiser Jo- seph II. seine Religionspolitik in Österreich forcierte, die letztlich dazu führte, dass Pinswang 1786 Bildunterschriften: 1 Von Meister der Donauschule 1529 (Wolf Huber?), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2444691 2 Von unbekannt - Markt Zusmarshausen: Schlossfest (500 Jahre), Bild-PD-alt, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=6694783  Die Pinswanger Kirche als Modell in der Entwicklung über die Jahrhunderte. Bild: Füssener Heimatzeitung

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