Füssener Heimatzeitung Nr. 192

67 Füssener Heimatzeitung Nr. 192 vom Juli 2020 Fortsetzung von Seite 63 fördern sollten. Jedoch verweiger- ten die Gemeindebevollmächtigten 1875 ihre Zustimmung zu diesem Unterfangen, mit der Begründung, dass in absehbarer Zeit eine neue, eiserne Brücke über den Lech ge- baut werden solle, über welche dann auch die Löschwasserleitun- gen führen könnten. Endlich, im Spätherbst, nachdem 1877 die neue eiserne Brücke mit dem Na- men „Theresienbrücke” fertigge- stellt worden war, beauftragte man den Ingenieur J. Widmann aus Kempten, die neuen Leitungsrohre unter dem Fußweg der Brücke ent- langzuführen. Dazu gehörten zwei Löschwasserrohre und ein Trink- wasserrohr. Die Geburt der Hydranten in Füssen Da Feuer damals eine noch größere Bedrohung darstellte und allen klar war, dass es sich bei akutem Brand umSekunden handeln konn- te, entschiedman sich, noch weiter in die Offensive zu gehen. 1878 wurde das Verteilernetz bis hin zu den einzelnen Straßen verlegt und es wurden die ersten Hydranten aufgestellt. Diese wurden von dem Kemptener Glockengießer Theodor Wolfart gegossen. Die gusseisernen Rohre für das Verteilernetz kamen aus dem Königlichen Württember- gischen Hüttenwerk Wasseralfin- gen. Diese wurden bis Biessen- hofen mit der Bahn transportiert und von dort mit Pferdefuhrwerken bis Füssen befördert. Füssen schien also erst einmal gewappnet und wirkte stark aufgerüstet, aber sollten sich die Zustände vielleicht schon bald wieder verschlechtern? ■ Fortsetzung folgt!

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