Füssener Heimatzeitung Nr. 192

54 Füssener Heimatzeitung Nr. 192 vom Juli 2020  Ein kleiner Berg direkt am Fluss ist perfekt zu verteidigen. Bild: Füssener Heimatzeitung Genügend Weide für die Tiere gab es im Norden des Baumgar- tens und aus dem geschützten Faulenbacher Tal konnten die Le- bensmittel beschafft werden. Die Spuren verschwanden Warum es keine Funde auf dem Baumgarten gibt, ist wenig ver- wunderlich. Zum einen wurde auf dem Baumgarten noch nie ar- chäologisch gegraben und zum anderen ist es kaum überra- schend, dass von den hölzernen Bauten nach 2.000 Jahren nichts mehr übrig geblieben ist. Außer- dem vermutet Peter Bletschacher, dass die Festung Damasia kom- plett aus Holz bestanden hat und nicht durchgehend bewohnt war, wodurch ebenfalls mit den Jahren die Spuren verschwunden sind. Durch den Bau des Hohen Schlos- ses und die Umgestaltung des Schlossberges wurden wahr- scheinlich noch viele weitere Spu- ren verwischt. Ein Tabu Dieses Tabu, den Baumgarten zu bebauen, hat sich bis heute durchgezogen. Er gilt als unan- tastbar und es scheint, als ob die alten Geister von Damasia, die damals unfreiwillig ihren Platz den Römern übergeben mussten, noch immer an Damas, den Gais- berg/Geißberg, gebunden sind. Selbst Bischof Konrad von Augs- burg war dies unerklärlicherweise bei der Vergabe des Baumgartens bekannt. Dieses Verdikt der Geis- ter wurde bis heute eingehalten, ausgenommen den Schlossberg, auf dem die Römer ihr Kastell Foetibus errichteten, von dem die Stadt heute ihren Namen ab- leitet. Vieles liegt noch im Dunkeln Auch Peter Bletschacher vertritt die These, dass Füssen Damasia ist. Während Rom von seinen Fortsetzung von Seite 52

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