Füssener Heimatzeitung Nr. 192

33 Füssener Heimatzeitung Nr. 192 vom Juli 2020  Das Bleichertor in Füssen. Gemalt von Spitzweg, hinter der Wäsche sieht man wie die Liebenden sich küssen. Bild: Stadtarchiv Füssen: BD 306 seine Mutter. Welch brennenden Schmerz hinterließ dieser Verlust in dem kleinen Jungen? Der Vater heiratete noch im selben Jahr die Schwester seiner verstorbenen Frau, Maria Kreszenz, in der Hoffnung, damit die Lücke in der Familie wieder zu schlie- ßen. Ausbildung Obwohl sich das künstlerische Talent von Carl Spitzweg schon früh ankündigte, war er folgsam und begann im Jahre 1825 seine Lehrzeit unter dem Principal Franz Pettenkofer in der Königlich- Bayerischen Hof Apotheke in München. Am 1. De- zember 1828, in Carls letztem Lehrjahr, starb sein Vater. 1829 arbeitete Carl in der Löwenapotheke der Stadt Straubing, wo er ein Jahr zusammen mit Theaterleuten und Malern verbrachte. In diesem Jahr starb der älteste Bruder als Kaufmann im ägyptischen Alexandria. Carl Spitzweg begann 1830 mit dem Studium der Pharmazie, Botanik Fortsetzung v0n Seite 34

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