Füssener Heimatzeitung Nr. 192

129 Füssener Heimatzeitung Nr. 192 vom Juli 2020 Kein Geheimnis Schon lange also bevor das „Höl- lengefährt” aus dem Füssener Westen her kommend die Innen- stadt erreichte, wusste so ziem- lich jeder Füssener über die bal- dige Ankunft des stolzen Besitzers dieser außergewöhnlichen fah- renden Säge Bescheid. Ein Ge- heimnis konnte der damalige Be- sitzer Willi Christa aus seinem Aufenthalt in der Innenstadt nicht machen, doch die Leute und erst recht die Kinder staunten nicht schlecht, wenn sein Gefährt schnaubend und ratternd über die unebenen Straßen gemächlich dahinpolterte. Hermann Bäurle (Schilder Bäurle) aus Füssen er- innerte sich noch gut daran, wie eines Tages die Säge auch zu ih- nen auf den Hof gefahren kam, als er noch ein kleiner Junge war und wie sehr er sich vor diesem Holz fressenden Monster gefürch- tet hatte, wenn es kreischend und beißend ein Scheit nach dem anderen verspeiste. Aber nicht nur in Füssen war Willi Christa mit seiner Säge unterwegs, er fuhr damit bis nach Hopferau und noch weiter sogar bis in die Bleckenau und brachte auch dort die Menschen mit seiner Maschi- ne zum Staunen. Firmengründung Geboren und aufgewachsen ist Willi Christa (14. Juni 1916 - 09. April 2008) in Füssen. Bevor er sich selbstständig machte, ar- Fortsetzung auf Seite 130  Die Säge von Willi Christa konnte sägen und hacken gleichzeitig. Bild: privat

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