Füssener Heimatzeitung Nr. 192

126 Füssener Heimatzeitung Nr. 192 vom Juli 2020 einer Intrige, seine Frau bezich- tigt, sie sei ihm untreu gewesen. Kunigunde forderte ein Gottes- urteil und lief wie auf kühlem Tau über glühende Pflugscharen. Andreas Haupt beschreibt in sei- nem Werk „Die schönsten Bam- berger Sagen und Legenden 1877” diese Legende wie folgt: Zitat: „Kaiser Heinrich II. und Kunigund, die blieben beide unbefleckt bis an ihren Tod. Der Teufel wollte sie da unehren, daß sie der Kaiser Fortsetzung von Seite 125 zieh von eines Herzogen wegen, mit dem sollte sie in Ungebühr stehen. Die Fraue bot dafür ihr Recht, dazu kammanich Bischöfe und Fürsten. Da wurden sieben glühende Eisenschaaren gelegt, die sollte die Fraue treten. Sie hub auf ihre Hände zu Gott und sprach: ‚Gott, du weißt wohl allein meine Unschuld; ledige mich von dieser Noth, als du thätest der guten Susanne von der unge- rechten Bezeugniß!‘ Sie trat die Schaar kecklich und sprach: ‚sieh Kaiser, so schuldig ich deiner bin, bin ich aller Männer.‘ Da  Das Grab des heiliggespro- chenen Kaiserpaars Heinrich II. und Kunigunde. Bild: Reinhard Kirchner (https:// commons.wikimedia.org/wiki/File: BambergDomGrabHeinrichKunigunde. JPG), „BambergDom-GrabHeinrich- Kunigunde“, https://creative- commons.org/ licenses/by-sa/3.0/ legalcode  Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde werden von Christus persönlich gekrönt . Bild: Wikipedia, gemeinfrei

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