Füssener Heimatzeitung Nr. 184
160 Füssener Heimatzeitung Nr. 184 vom Januar 2020 / II Fortsetzung von Seite 158 Die Ruine des Tempels der Artemis in Ephesos, Türkei. Dort legte Heraklit sein Werk nieder. Bild: pixabay terfehler haben, solch unver- ständlichen Ausdruck habe er. Jedoch hatte Aristoteles sich der Logik und nicht dem Logos zu- gewandt und konnte Heraklit da- her gar nicht verstehen. Denn Lo- gik und Logos tragen einen gro- ßen Unterschied in sich. Vergeb- lich rief Heraklit daher den Schla- fenden entgegen: „Wer den Logos nicht hört, der höre auf mich: Der Weise sieht ein, dass alle Dinge Eins sind.” Die verborgene Harmonie Der dunkle Philosoph sagt aber auch, dass alle Dinge im Wider- streit stehen und nur dadurch die verborgene Harmonie entste- hen kann, die alles vereint. He- raklit: „Die verborgene Harmonie ist mächtiger als die offensicht- liche. Aus Zwietracht entsteht Eintracht, aus Missklang entsteht die höchste Harmonie. Erst durch dauernden Wechsel kommen die Dinge zur Ruhe. Die Menschen sehen nicht, dass alles, was sich widerspricht, dadurch mit sich
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