Füssener Heimatzeitung Nr. 180

165 Füssener Heimatzeitung Nr. 180 vom Oktober 2019 feuer entzündet. Zum Einzug in die Stadt wurde eine Ehrenpforte errichtet. Das Denkmal für König Max I. Joseph wurde mit benga- lischem Feuer erleuchtet und zweihundert Bergknappen mit Musik, Fahne und Grubenleuch- ten zogen vorbei. Mit Kanonen- donner wurde die bayerische Kronprinzessin in Schwandorf be- grüßt, wo man eine kolossale Eh- renpforte im griechisch-dorischen Stil erbaut hatte. In Regensburg war eine „köstliche Mittagstafel” aufgedeckt worden. Marie be- suchte den Regensburger Dom und wurde von den Schulkindern der Stadt mit Blumen und Kränzen beschenkt. Die Stadt Landshut machte als nächstes der künftigen Königin ihre Aufwartung. Bis nach Landshut war auch Maximilian seiner Braut entgegen gereist. Auf der Landshuter Ehrenpforte stand in großen Lettern: „Gib Landshut Deine Liebe”. Von Moosburg aus eilte Maximilian seiner Frau voraus nachMünchen. Deswegen zog Marie alleine in Freising ein, wo am Dom zu lesen war: „Auch Freisings Dom, der tausend Jahre sah, bringt seinen Flaggen-Gruß Ihr nah.”. Durch die Stadt hallten Ehrenböller- schüsse. Einzug in der Landeshauptstadt Freising war die letzte Station vor München. Die Triumphpforte in der Schwabinger Landstraße hatte folgende Beschriftung: „Wer könnte wohl den Jubel aller fas- sen, wer zählt die freudetrunke- nen Massen!” Ganz München schien für den Empfang vonMarie auf den Beinen zu sein, die ihr „Vivat! Vivat!” in nicht enden wol- lenden Wellen zuriefen. Auch die Schuljugend mit den Lehrern Fortsetzung auf Seite 167

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