Füssener Heimatzeitung Nr. 178
97 Füssener Heimatzeitung Nr. 178 vom August 2019 Offensichtlich beschreibt Rilke in dem Gedicht „Der Panther” einen Gefangenen im „Jardin des Plantes” in Paris. Es ist die innere Hoffnungslosigkeit und das Aufgeben des Panthers zu spüren, da er sein eigentliches Wesen durch die Ge- fangenschaft verloren hat. Der Panther lebt völlig selbstentfremdet und gebrochen in einem kleinen Käfig, doch tief in ihm steht „betäubt” ein großer Wille. Übertragen auf den Menschen, zeigt dieses Gedicht wohl den Zustand Vieler, die durch ihre inneren Strukturen gefangen sind und keine Kraft haben, aus ihrem eigenen Käfig auszubrechen. „Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf …“ Bild: Pixabay Rainer Maria Rilke, Bild: gemeinfrei Künstler, die im Jardin des Plantes malten. Bild: gemeinfrei
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