Füssener Heimatzeitung Nr. 178

185 Füssener Heimatzeitung Nr. 178 vom August 2019 Fortsetzung auf Seite 186  Hier plätschert die Pöllat fast zahm vor sich hin, sie kann aber auch ganz anders … Bild: Füssener Heimatzeitung Heilig und unnahbar Eine Wanderung durch die Pöl- latschlucht gehört zu den ganz besonderen Schätzen. Sie ist der unbekannteste Weg hinauf zu Schloss Neuschwanstein und den meisten Menschen entgeht der Genuss dieses Weges. Schon Kö- nig Ludwig II. sprach ehrfürchtig über diesen Ort: „Dieser Ort ist einer der schönsten die zu finden sind, heilig und unnahbar”. Wenn man durch diese Schlucht geht, kannman schnell nachempfinden wie er zu diesem Gefühl kam, denn es liegt hier wirklich etwas Heiliges verborgen. Ehrfürchtig kann man Schritt für Schritt auf diesemWeg gehen und lässt sich von der Schönheit und Unge- zähmtheit der Schlucht durch- fluten. Hohe Kosten und große Mühen Ganze fünf Jahre lang war dieser magisch schöne Ort gesperrt, weil durch einen Felssturz im Jahr 2014 nicht mehr gewährleistet war, dass man hier sicher pas- sieren konnte. Für den Schwan- gauer Bürgermeister Stefan Rinke war es klar, dass die Schlucht nicht auf Dauer gesperrt bleibt und sein Ziel war es, sie wieder begehbar zu machen. Dies hat er nun mit großer Unterstützung von vielen qualifizierten Men- schen geschafft. Jeder dieser Menschen hat durch Engagement seinen Beitrag zu diesem groß- artigen Erfolg geleistet. Auch für die Gemeinde selbst war es kein leichtes Vorhaben, denn die Ar- beiten verursachten Kosten von 560.000 Euro. Eine große Her- ausforderung für eine kleine Ge- meinde und dies, wo doch der Eigentümer der Schlucht eigent- lich der Freistaat Bayern ist. Aber

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMw==