Füssener Heimatzeitung Nr. 173

108 Füssener Heimatzeitung Nr. 173 vom April 2019 Den Gletschern auf der Spur Eiszeitforschung ist spannend. Und wenn es um das Land zwischen Wertach und Lech geht, dann gibt es niemanden, der sich besser auskennt als er. Sein Hauptwerk ist eine vierbändige Detailaufnahme der Landschaft, die durch den Wertach- und den Lechgletscher geformt worden ist. Die vier Bücher mit dem Titel „Zwischen Wertach und Lech“ beinhalten jeweils Besonderheiten, die in der langen Eiszeit-Geschichte die Ausgänge aus den Bergtälern und noch mehr das Ostallgäuer Vorland stark verändert haben. Die Rede ist von Hans Geyer aus Pfronten. Im Rahmenprogramm der Ausstellung von Bildern des Künstlers Rudolf Schwiersch über die Illasbergschlucht im Dorfmuseum Roßhaupten hatte Hans Geyer Gelegenheit, über das Werden der Landschaft zwischen Halblech und Nesselwang zu sprechen. Ein Bericht von Elisabeth Wintergerst Serie: Lech Unsere Seen - die Hinterlassen- schaft der Eiszeit So sind z.B. nach dem Übergang des Lechtalgletschers über den Alatsee-Grat ins Weißensee-Vor- land und auch ins Schwangauer Becken, jeweils bis zu 85 m tiefe Kolke (Gletscherabstürze, die sich mit Wasser füllen) entstanden. Diese hat der Lech zusammen mit der Wertach nach der letzten großen Eiszeit wieder mit Ge- schiebematerial erneut verfüllt. Bevor der Gletscher aber über den Höhengrat amAlatsee fließen konnte, hat er diesen jedoch erst einmal kräftig um 50 Höhenmeter abgeschliffen. An den Rändern der Kolke sind diese aber nicht mehr ganz aufgefüllt worden, so dass die Vertiefungen zu Seen wurden. Mit Hopfensee, Bann-  Vortragsmaterial Bildquelle: Elisabeth Wintergerst

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