Füssener Heimatzeitung Nr. 167
15 Füssener Heimatzeitung Nr. 167 vom Dezember 2018 / II Die Liebe zum Wasser Es gibt mindestens 450 verschie- dene Weidenarten. Die kleinste ist nur wenige Zentimeter groß und zählt trotzdem zu den Bäu- men. Die meisten sind strauch- artig, einige werden bis zu 30 Meter hohe Bäume. Am bekann- testen sind bei uns die Silber- weide und die Trauerweide, Wei- den sind aber oft schwer zu be- stimmen, da die verschiedenen Arten sich untereinander befruch- ten. Die Weide ist ein Pionier- baum, der wenig Ansprüche an seine Umgebung stellt, schnell wächst und seine starkenWurzeln befestigen somit hervorragend Uferböschungen. Die Weide liebt feuchte Böden, am besten direkt an Flüssen, Seen, Teichen, in Au- wäldern und Sumpfgebieten. So kommt uns sofort das Bild der Trauerweide, am Ufer eines ver- träumten Sees, deren zarte Zwei- ge sich tief hinabbeugen, bis sie spielerisch die Wasseroberfläche kräuseln. Schmerzlindernd DieWeidenrinde enthält den Stoff Salicin, welcher im Körper zu Sa- licylsäure umgewandelt wird. Die- se ist schmerzlindernd und fie- bersenkend. DieWirkung der Wei- denrinde ist allerdings stärker, als der Gehalt an Salicin vermuten lässt, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass andere in der Rinde enthaltene Stoffe die Wirkung unterstützen. Wei- denrinde wird auch heute noch Die wunderschönen Weidenkätzchen sind im Frühjahr die erste Nahrung für Insekten. Bild: Pixabay Fortsetzung auf Seite 16
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